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Scalping: Definition

Beim Scalping werden zahlreiche sehr kurze Positionen eingegangen, um kleine Kursdifferenzen mitzunehmen. Die meisten Prop Firms erlauben es, in der Praxis stößt es jedoch an Mindesthaltedauern und Ausführungsbedingungen.

Taxi mit Bewegungsunschärfe in einer Stadtstraße

Die Erlaubnis steht in fast allen AGB. Ob der Ansatz praktikabel bleibt, entscheiden die Nebenregeln.

Die Einschränkungen, die blockieren

Vier Mechanismen begrenzen das Scalping, ohne es jemals ausdrücklich zu verbieten.

Die Mindesthaltedauer ist der direkteste: Manche Firms verlangen, dass eine Position mindestens dreißig Sekunden offen bleibt, mitunter eine Minute. Ein Scalper, der mit Bewegungen von wenigen Sekunden arbeitet, ist damit automatisch ausgeschlossen.

Die Volumenobergrenze begrenzt die Zahl der kumulierten Lots pro Tag oder pro Instrument, was einen Hochfrequenzansatz ausbremst.

Die Ausführungsbedingungen zählen ebenso: Auf einem simulierten Konto hängen der angewandte Spread und die Latenz von der Konfiguration der Firm ab. Eine Strategie, die bei einem Broker zwei Punkte Gewinn abwirft, kann bei einer Prop Firm mit breiterem Spread unrentabel werden.

Die Konsistenzregel schließlich wirkt selten gegen Scalper – ihre Gewinne verteilen sich naturgemäß auf zahlreiche Trades.

Was verboten bleibt

Die Grenze verläuft beim Tick-Scalping und bei der Latenzarbitrage: Eine Differenz von ein oder zwei Ticks über eine sehr große Zahl von Orders mitzunehmen, nutzt die Infrastruktur aus statt den Markt. Diese Ansätze sind überall verboten und werden erkannt.

Die Fragen vor dem Kauf

Gibt es eine Mindesthaltedauer, und wie lang ist sie genau? Welcher durchschnittliche Spread gilt auf den Instrumenten, die Sie handeln? Gibt es eine Obergrenze für Lots pro Tag oder pro Order?

Diese drei Antworten entscheiden, ob Scalping bei dieser Firm wirklich praktikabel ist – weit mehr als der Hinweis „Scalping erlaubt“ auf der Verkaufsseite.

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